Eines der größten Hochwasserschutzprojekte der Steiermark geht in die Umsetzung

Graz (24. April 2019).- Das Gemeindegebiet von Gasen ist von wiederkehrenden Hochwässern aus dem Gasenbach und den Wildbachzubringern stark betroffen. Seit 1891 haben Hochwasserschäden im Gemeindegebiet immer wieder zu schweren Schäden geführt. Um das Ortsgebiet von Gasen vor zukünftigen Hochwasserereignissen zu schützen, wurden umfangreiche Schutzmaßnahmen ausgearbeitet. Heute (24.4.2019) erfolgte der feierliche Spatenstich zum Hochwasserschutzprojekt am Gasenbach. Neben zahlreichen Gemeindebürgerinnen und -bürgern konnte Bürgermeister Erwin Gruber auch Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und die Landesräte Anton Lang und Johann Seitinger begrüßen. „Der heutige Tag ist für die Gemeinde Gasen und die gesamte Region ein Tag der Zuversicht, an dem der Blick nach vorne gerichtet ist. Besonders möchte ich den Vertretern der Steiermärkischen Landesregierung mit Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer an der Spitze für die großartige Unterstützung danken″, so Bürgermeister Gruber.

Beim Katastrophenereignis im Jahr 2005 musste die Gemeinde zwei Todesfälle beklagen und es kam zu massiven Sachschäden. Auch bei den Hochwasserereignissen in den Jahren 2008, 2010, 2016 und 2017 waren die bestehenden Siedlungsbereiche von Muren und Überflutungen betroffen. Seit dem Jahr 2005 mussten in der Gemeinde insgesamt fünf Katastrophenausrufungen durchgeführt werden, die Schadensfälle seit damals belaufen sich auf rund 20 Millionen Euro. Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer sagte in seiner Ansprache: „Ich war in den vergangenen Jahren oft in Gasen. In keiner anderen Gemeinde habe ich das Mit- und Füreinander so stark gespürt wie hier. Im Rahmen der Hochwasserkatastrophen sah man ob dieser furchtbaren Schicksalsschläge völlig verzweifelte Familien, Helferinnen und Helfer, die ihre Tränen nicht verbergen konnten, aber vor allem auch Menschen, die Tag und Nacht im Einsatz waren und zusammenhalfen. Gasen ist eine äußerst liebens- und lebenswerte steirische Gemeinde und wir müssen alles tun, damit sie so liebens- und lebenswert bleibt. Für die Zukunft wünsche ich euch alles Gute und mögen die Schutzbauten dazu dienen, dass die Gemeinde nachhaltig gesichert ist.″

Auch Landesrat Johann Seitinger unterstrich die Wichtigkeit dieses Hochwasserschutzprojektes: „Gasen ist im Bereich der Naturkatastrophen die wohl am schlimmsten betroffene Gemeinde in der Steiermark und daher ist es für mich eine große Genugtuung, dass wir heute die Baumaßnahmen für einen umfassenden Katastrophenschutz beginnen und diesen ehest baldigst abschließen werden.“ Landesrat Anton Lang betonte: „Nach den tragischen Unwettern steht das größte Hochwasserschutzprojekt der Gemeinde Gasen nunmehr vor der Umsetzung. Der heutige Spatenstich gibt daher Anlass zur Freude, denn in dem mehrjährigen Projekt wird dafür Sorge getragen, dass ein größtmöglicher Schutz der Bevölkerung und der örtlichen Infrastruktur gegeben sein wird. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten ganz herzlich für Ihre Unterstützung, für Ihre Arbeit und ihre Mühen, denn jede helfende und planende Hand ist bei diesem Projekt mit größtmöglichem Engagement involviert und trägt dazu bei, dass ein solches Großbauvorhaben zum erwünschten Erfolg führt.“