Neue „Rote Blitze“ für die Weststeiermark

Land und Bund investieren in öffentlichen Verkehr

Graz (19. Jänner 2022).- In vier Jahren ist es soweit: Auf den S-Bahn-Strecken der Weststeiermark startet das E-Zeitalter. Ab Dezember 2025 fährt die S-Bahn elektrifiziert. Und das mit neuen Zügen und wesentlich mehr Angebot. Die steiermärkische Landesregierung beschließt nun eine Absichtserklärung zur Bereitstellung der finanziellen Mittel für die verbesserten S-Bahn-Fahrpläne und die neue Elektro-Ära.

„Mit dem roten Blitz in die schöne Weststeiermark!“ – wer kennt ihn nicht, diesen legendären Werbeslogan der GKB. Der rote Schienenbus – im Volksmund „Roter Blitz“ genannt – war bereits in den 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts eine Synonym für Innovation und Fortschritt. Mit der Elektrifizierung der GKB-Strecken und wesentlich mehr S-Bahn-Verkehr von Graz nach Wies/Eibiswald bzw. Köflach wird der „Blitz“ nun emotional neu geladen.

„Mit der Absichtserklärung, die wir in der morgigen Regierungssitzung beschließen werden, bringen wir die Weststeiermark auf elektrifizierte Schiene. Heute gilt es, die Weichen für morgen zu stellen. Unser gemeinsames Ziel als Forschungsland Nummer eins ist es, durch klimafreundliche und zukunftsweisende Antriebsformen den Öffentlichen Verkehr noch attraktiver zu gestalten. Mit den neuen ‚Roten Blitzen‘ setzen wir klare Akzente in diese Richtung und gehen unseren Weg der steirischen Innovation konsequent weiter“, betont Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer.

„Der Ausbau und die weitere Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs bei uns in der Steiermark schreitet weiter voran. Diesmal setzen wir einen Schwerpunkt im Westen unseres Landes. Im Jahr 2025 sattelt die S 6 von Graz bis Wies/Eibiswald auf elektrischen, klimafreundlichen Betrieb um, womit sich neue Möglichkeiten der kundenfreundlichen Fahrplangestaltung ergeben. Das Land Steiermark hat nun durch Beschluss eines ‚Memorandum of Understanding‘ mit dem Bund den Startschuss für das neue ‚Rote Blitz‘-Zeitalter gegeben. Für den achtjährigen Vertragszeitraum von 2025 bis 2033 beteiligt sich das Land mit rund 234 Millionen Euro an der neuen Mobilität für die Weststeiermark. Darin sind sämtliche anteilige Kosten der Fahrplanbestellungen aber auch Kosten für die neue Generation elektrischer Fahrzeuge beinhaltet“, erklärt Landesverkehrsreferent LH-Stv. Anton Lang.

Die Umsetzung des neuen S-Bahn-Angebots erfolgt in zwei Stufen:

  • Ab Dezember 2025 startet parallel mit der Koralmbahn die Verdichtung der S 6. Zwischen Graz – Wettmannstätten – Wies wird der Fahrplan im Takt ausgeweitet, d. h. es gibt dann abends, samstags und sonntags durchgehend einen Stundentakt. Von Wettmannstätten nach Graz gibt es Montag bis Freitag einen Halbstundentakt von 05:00 Uhr bis 09:00 Uhr und 14:00 Uhr bis 19:00 Uhr.
  • Ab Dezember 2028 folgt dann die Inbetriebnahme von S 7/S 61/S 71 im E-Betrieb: Die S 7 wird um 10 Minuten schneller von Köflach in Graz sein, auch wird es unter der Woche neu eine Halbstundentaktung von 05:00 Uhr bis 09:00 Uhr und 14:00 Uhr bis 19:00 Uhr geben. Mit der S 61 gibt es dann von Lieboch nach Graz zu den genannten Zeiten alle 15 Minuten einen Zug, die neue Linie S 71 vom neuen Nahverkehrsknoten Seiersberg nach Graz-Hauptbahnhof bietet zusätzliche Verdichtungen vor allem im stadtnahen bzw. auf Grazer Stadtgebiet an. Durch die Zusatzbestellung wird von einem Fahrgastzuwachs ab 2025 von rund 7.000 zusätzlichen Fahrgästen pro Werktag (+ 110 Prozent) bzw. dann ab 2028 von zusätzlich plus 4.000 Fahrgästen pro Werktag (+ 90 Prozent) ausgegangen.